Time Out Endbericht

 
 

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Time Out Endbericht                               

Mein Time Out war und ist wohl Eins der grössten Erfahrung die ich bis heute in meiner Freizeit gemacht habe. Vom 10. Oktober 2006 bis zum 2. Juli 2007 war ich "mehr oder weniger" in Thailand und den umliegenden Ländern unterwegs. Thailand / Bangkok war für mich der Ausgangspunkt und meine zweite Home-base, wo ich auch immer wieder nach einer getanen Reise zurückgekehrt bin. In Bangkok konnte ich mich privat bei Freunden einrichten und all die Sachen deponieren welche ich nicht unbedingt mit mir mitführen wollte. So ein zweites Zuhause hat seine Vorteile aber auch den Nachteil, dass man immer wieder am gleichen Ausgangspunkt ist, was das Reisen nicht vergünstigt.

In den Letzen zwei bis drei Monaten habe ich mich dann als "Bauführer" unter thailändischen Verhältnissen versucht in dem ich ein Haus inklusive Umschwung Instand gesetzt habe. Dies hat nebst der Erfahrung mit Bauleuten und den Nachbarn den tollen Nebeneffekt gehabt, dass das ewige Ein- und Auschecken in Hotels oder Guesthouses ein Ende hatte und ich das „echte“ thailändische Dasein“ erfahren konnte.

Nun, was die Reiseberichte auf meiner Webseite angeht, sind diese nicht ganz so ausgefallen, wie ich es mir Anfangs vorgestellt habe. Ist aber weiter nicht so schlimm, denk ich mal. Aber zu guter letzt fass ich hier es noch mal zusammen.

Meine Erste Tour führe mich rund um den (scharfen) Isan. Scharf deswegen, da das Essen dort aussergewöhnlich scharf ist. Vom Mukdahan habe ich auch noch einen kleinen Abstecher nach Laos gemacht habe und über Vientiane zurück durch den westlichen Teils des Isan`s  nach Bangkok gefahren. Nach ein paar Tagen Aufenthalt auf der Insel Ko Chang und dem einholen des benötigten Visa bin ich dann wiederum mit dem Flugzeug nach Yangon Myanmar geflogen. - Im Nachhinein, leider, bin ich in Myanmar nur knapp eine Woche geblieben. Es war in dieser Jahreszeit (Januar) für mich einfach zu kalt. Aber auch das reisen mit dem Buss machte mir nicht richtig Spass. Die Flugverbindungen Innerlandes, konnte ich mir auch nicht so zusammenstellen, wie ich es gebraucht hätte, nebst dem die Tickets nicht gerade günstig waren. Also, wieder zurück nach Bangkok.

Wenige Tage später bin ich dann in den Westen  Thailands mit dem Auto gefahren. Die Provinzstadt Kanchanaburi mit seiner Brücke am Kwai war sehr interessant, zumal gerade ein Festival stattfand. Aber auch die Umgebung zum Beispiel der Erawan National Park mit seinen vielen Wasserfällen ist sehr schön. Ratchaburi ist mittlerweile sehr „vertouristet“ aber trotzdem einen Ausflug wert um mal so einen Floating Market gesehen zu haben.

Im Februar ging’s dann mit dem Flieger nach Hanoi Vietnam. Dort angekommen stellte ich fest, dass es wiederum recht kühl war (entgegen dem Wetterbericht) und somit beschloss ich nicht ganz in die Berge des  Nordens zu fahren. Bin aber von Hanoi aus zu den Ha Long Bay (Inseln) in einer organisierten Gruppe gefahren. In so einer Gruppe lernte ich dann ein paar deutsche Mädels und ein älteres nettes Ehepaar aus der Westschweiz kennen, welche ich dann auf dem Weg in den Süden immer wieder mal angetroffen hatte. Das Zug-Reisen hat mir echt Spass gemacht, auch wenn die Schlafwagen nicht gerade vor Sauberkeit protzten. Aber mit einem Seidenschlafsack, mehr braucht es nicht, ging auch dies. Im Süden in Saigon (HCM-City), mit ein paar Zwischenstopps in Hue und Nang Trang, angekommen, war es dann auch schon wesentlich wärmer und mein Körper schwitze wieder mal so wie es sich schliesslich in diesen Breitengraden gehört. Nach ein paar Übernachtungen in der Hauptstadt ging’s dann wiederum organisiert über das Mekong-Delta nach Kambodscha. Diese Tour dauerte drei Tage (das geht auch schneller wenn man will). In Phnom Penh der Hauptstadt angekommen und einer kleineren Besichtigung des Sehenswerten fuhr ich dann mit dem Bus in den Süden nach Sihanoukville ans Meer. Dort ein paar Tage am Strand verbracht und die Umgebung mit dem Motorroller erkundet buchte ich den Trip im Minibus zurück nach Thailand. Da die eintägige Reise so anspruchsvoll war, Abenteuer pur, entschloss ich mich kurzer Hand einen kleinen Stopp auf der Insel Ko Chang zu machen um dort ein paar Freunde zu besuchen.

Mittlerweile war es März und ich musste mir gut überlegen was ich noch machen wollte. Eigentlich wollten mich ja ein paar Freunde aus der Schweiz und aus Deutschland besuchen kommen, aber wie so das ist, aus dem Vorhaben meiner Freunde wurde leider nichts. So, es gab noch die Möglichkeit nach China, Malaysia  etc. zu gehen oder einfach nur hier zu bleiben.

Für mich stand von Anfang an fest, dass ich die letzten paar Monate in Thailand stationär bleiben wollte. Doch zuvor wollte ich noch nach  Chiang Mai und Chiang Rai. Da war ich noch nie und den Norden Thailands wollte ich schon immer mal besuchen. So buchte ich den nächsten Flieger nach Chiang Rai machte mit dem Motorroller die Umgebung unsicher und besichtigte so alles was mit dem Ding so zu ereichen war. Gegessen habe ich hier im Norden immer sehr gut. Zugegeben, meist bin ich hier ausnahmsweise europäisch Essen gegangen, denn die Italiener kochten einfach zu gut und ein bisschen Abwechslung nach muss ja auch mal sein.

Von hier aus  fuhr dann mit dem Bus nach Chiang Mai. Eine grosse Stadt, sehr gross, aber durch den ländlichen Scharm war gut zum auszuhalten. Die Temperaturen kletterten nun Anfangs April in der Innenstadt bis zu 39°C und die einzige Abkühlung war ab in die Berge zu gehen. Kurz vor Songkran bin dann mit dem Nachtzug zurück nach Bangkok gefahren.

Mein Wunsch am ende von meinem „Time Out“ stationär irgendwo in Thailand zubleiben, erfüllte sich, wie schon bereits erwähnt, auf eine angenehme Weisse. Freunde von mir wollten sich in Ban Chang nähe Rayon neu niederlassen. Das hiess erstmal das bereits vorhandene Haus zu sanieren. Sanierungsarbeiten waren für mich eigentlich keine Neuigkeit, doch hier in Thailand läuft halt alles etwas anderes… Wie auch immer, dass Ergebnis kann sich für diese Breitengrade durchaus sehen lassen. Und, schliesslich… stand auch nicht all zu viele mittel zur Verfügung.

Nun, meine Reise „TimeOut“ genannt, ging am 2. Juli 2007 zu ende. Diese Auszeit war eine für mich sehr spezielle und einmalige Erfahrung welche ich wohl nie wieder wiederholen werden kann. Dies ist auch gut so.

Was mir weiter noch so in den Sinn kommt wenn ich zurück denke…

  • X-tausend Meilen mit dem Flugzeug zurückgelegt.

  • Tausende Kilometer mit dem Bus gefahren.

  • Über 2000 km mit dem Zug.

  • Mehrere Hundert oder Tausend Kilometer mit dem Auto hinter mir gelassen.

  • Hunderte Kilometer mit dem Motorroller erkundet.

  • ein paar Hundert Kilometer mit dem Bott / Schiff erkundet / zurückgelegt.

  • Einige Kilometer zu Fuss gelaufen.

  • Dreimal richtig erkältet und einmal davon richtig übel gefühlt.

  • Einen Unfall mit dem Bus miterlebt.

  • Eine waghalsige überfährt mit eine „Autofähre“ gemacht.

  • Einmal fast beklaut worden.

  • "Dinge" gesehen, die ich zuvor noch nie gesehen habe.

  • Tolle Leute aus vielen Ländern wie; Thailand, Myanmar, Laos, Vietnam, China, Japan, Deutschland, England, Australien, Neuseeland, Scottland, Schweiz, Frankreich u.v.m kennen gelernt.

…Einige davon waren nur kurz unterwegs. Vielleicht 14 Tage bis einem Monat, doch auch einige waren wie ich für mehrere Monate unterwegs und jeder von ihnen machte seinen ganz persönlichen Traum auf eine andere Art und Weisse wahr.

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Stand: Juli 2007

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